Anton Makarenko (1888 - 1939) hat ein erziehungstheoretisch und erziehungspraktisches Werk hinterlassen, das auch heute noch aktuell ist und Anregungen für Erziehungstheorie und -praxis zu geben vermag.

Weltbekannt ist sein "Pädagogisches Poem" (1933-35), im Westen unter dem Titel "Ein Weg ins Leben" erschienen.( Die deutschsprachige Ausgabe kann über das Internet-Antiquariat bezogen werden)

 Dies ist ein pädagogischer Roman über das Werden und die Entwicklung von Erziehungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche, die in den Wirren von Revolution und Bürgerkrieg in Russland und der Ukraine in den 1920er und 1930er Jahren obdachlos (besprisornie) geworden waren.

 Mit  starker Aussagekraft setzte Makarenko mit dem "Pädagogischen Poem" die Reihe  der aus der Erziehungsgeschichte mit den Namen Pestalozzi und Rousseau international bekannt gewordenen Erziehungsromane fort. In literarischer Form wird pädagogische Handlung dargestellt und die Entstehung einer effektiven Erziehungsmethodik lebendig vermittelt.

Gleichzeitig gelang  es Anton Makarenko, seine Erfahrungen und Erkenntnisse aus einem langjährig - gleichsam experimentell gestalteten Erziehungsprozess in theoretischen Schriften darzustellen. Hier sei eines seiner  Hauptwerke genannt:

"Methodik der Organisierung des Erziehungsprozesses"

veröffentlicht in: Anton Semjonowitsch Makarenko. Pädagogische Werke. Erster Band. Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin 1988, S. 407 - 492, und  in : A.S. Makarenko. Fünfter Band. Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin 1956, S.13 - 106.